Veranstaltungsverbot aufgrund der Corona-Pandemie

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis Ende August verboten. Selbst kleinere Konzerte dürfen momentan bis auf Weiteres nicht stattfinden, da die Ansteckungsgefahr zu hoch ist. Dieses Verbot trifft Veranstalter von Rock-Konzerten und -Festivals schwer.

Das Kontaktverbot, nach dem sich mehr als zwei Menschen, die nicht im gleichen Haushalt leben, nicht begegnen dürfen, ist für Musikveranstalter im Grunde ein Berufsverbot.

Eine Notlage für Veranstalter

Konzerte und Festivals werden im Voraus geplant. Es muss ein Veranstaltungsort gefunden und Bands angefragt werden. Hat man beides organisiert und ein passendes Datum ermittelt, kann das Konzert oder Festival angekündigt werden. Oft werden die Tickets im Voraus verkauft, viele bieten zusätzlich aber auch eine Abendkasse an.

Nun mussten infolge der aktuellen Lage mit dem Veranstaltungs- und Kontaktverbot viele Konzerte und Festivals abgesagt werden. Vor allem Festivalveranstalter sind von dieser Situation sehr betroffen, da Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten sind und die meisten im Sommer stattfinden.

Doch auch Veranstalter von Konzerten haben an den Verboten schwer zu schlucken. Wie lange kleinere Veranstaltungen verboten sein werden, ist noch ungewiss. Es ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was es mit der Definition einer Großveranstaltung auf sich hat. So ist unklar, ob und wann dieses Jahr überhaupt Veranstaltungen erlaubt sein werden. Aufgrund des Kontaktverbotes können die meisten Veranstalter nicht mehr arbeiten, wodurch Mieten und Gehälter gefährdet sind.

Kreative Alternativen

Video-Chats und Streams sind zurzeit sehr beliebt, da sie den Menschen in diesen Zeiten die Möglichkeit geben, zusammen zu sein und Zeit miteinander zu verbringen.

Inzwischen werden viele Live-Konzerte auf unterschiedlichen Plattformen gestreamt. Manche sind kostenlos, doch für einige muss man einen kleinen Betrag für sogenannte Soli-Tickets bezahlen. Diese Tickets verkaufen sich gut, was ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass Musik-Fans sich in diesen Zeiten solidarisch zeigen. Immerhin sind dank der Einnahme zumindest ein Teil der Mieten und Löhne gesichert.